Jagdliches Schießen

Dass die Jagd mit dem Jagen verbunden wird, liegt auf der Hand. Auch wenn dies nur ein Teil des Ganzen ist, wie wir in unserem Leitbild dargelegt haben – der Gebrauch von Flinte, Büchse und Kurzwaffe ist offensichtlich und sie sind Teil unseres Handwerkszeugs.

Mit dem Schießen ist es wie mit den meisten Dingen: man muss üben um gut zu sein. Und man muss viel üben, um sich zu verbessern. Es ist unser Anspruch, dass wir unsere Waffen sicher führen, was sowohl den sicheren Umgang als auch den sicheren Schuss einschließt. In Deutschland kann nicht jeder eine Waffe erwerben. Eine Waffe bekommt nur, wer ein einwandfreies Führungszeugnis und einen nachvollziehbaren Bedarf hat. Und das ist auch gut so.

Vor dem Erwerb einer Waffe steht für den (angehenden) Jäger das Bestehen des Jagdscheins, einer umfassenden Schulung zu den Themenbereichen Wildkunde, Naturschutz, Lebensmittelhygiene und einer theoretischen und praktischen Waffenprüfung. Nach bestandener Jägerprüfung muss der Jagdschein bei der zuständigen Behörde gelöst und spätestens nach drei Jahren verlängert werden. Hierzu wird stets ein polizeiliches Führungszeugnis angefordert – mit negativen Einträgen wird der Jagdschein nicht erteilt oder nicht mehr verlängert.

Besonders die Jäger werden an ihrer waffenrechtlichen Zuverlässigkeit gemessen. Verstöße werden an die für den Jäger oder die Jägerin zuständige Behörde gemeldet und führen zum Entzug des Jagdscheins: Alkohol im Straßenverkehr, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Steuerdelikte. Alles in allem Dinge, die im Volksmund als Bagatelle abgetan werden. Sie können zum Verlust des Jagdscheins führen.

Für die Verwahrung der Waffen gibt es klare Vorschriften. Sie werden in Waffentresoren verschlossen, deren Vorhandensein beim Landratsamt dokumentiert werden muss und die regelmäßig von den zuständigen Behörden kontrolliert werden.

Denn in Deutschland kann nicht jeder eine Waffe erwerben. Und das ist auch gut so.

Der Schießobmann der Kreisgruppe Starnberg, Peter Karl, ist nicht nur ein guter Schütze. Er kann sein Wissen vor allem vermitteln und organisiert über das ganze Jahr verteilt Übungen im jagdlichen Schießen auf dem Wurftaubenstand und auf Schießanlagen. Er übt mit den Teilnehmern den Schuss auf stehende oder sich bewegende Ziele und steht auf Wunsch auch für Einzelübungen zur Verfügung.

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